Prima Innenleben: Innenspann- Vorrichtung
Wirklich spannend.
Um höchste Anforderungen zu erfüllen, müssen die Rohre einwandfrei fixiert sein. Dafür wurde eine pneumatische Innenspann-Vorrichtung entwickelt. Das Prinzip: Beide Rohrenden können nacheinander gespannt werden. Durch die schiefe Ebene der Spannsegmente wird sowohl eine radiale Verspannung als auch – und das ist das Besondere – eine axiale Verspannung der Rohrenden bewirkt. Luftspalte können dadurch wesentlich besser geschlossen werden. Ein vorheriges Heften kann entfallen. Diese Innenspann-Vorrichtungen wurden entwickelt für Rohr-Rohr-, Rohr-Bogen-, Flansch-Rohr- und Flansch-Bogen-Verbindungen.
Der Druck für die pneumatische Innenspann-Vorrichtung wird z. B. aus einer Schutzgasflasche entnommen. Hierbei wird ein Verteiler benutzt, so dass man gleichzeitig spannen, formieren und schweißen kann. Durch die Innenspann-Vorrichtung wird zusätzlich ein optimaler Wurzelschutz erzielt.
Innenspann-Vorrichtung mit pneumatischen Doppelzylindern

Spannköpfe entspannt

Spannkopf 1 gespannt

Spannkopf 1 und 2 gespannt
Vorteile im Überblick
- kein Heften
- optimales Vorrichten der Rohrteile durch separates Spannen (Doppelzylinder)
- spaltfreies Gegeneinanderpressen der zu verschweißenden Rohrteile
- automatische Zentrierung der Rohrformteile
- minimiert Ovalitätstoleranzen
- keine Nachbehandlung der Werkstücke (anlauffarbenfreie Wurzel)
- erheblich reduzierter Formiergasverbrauch (kleine Formiergaskammer/keine Gasvorströmzeit)
- flexibel als mobiles Baustellenwerkzeug oder in der Rohrfertigung einzusetzen
- Spannbereich von 25 - 200 mm Innendurchmesser
Innenspann-Vorrichtung mit Einfachzylinder

Vorteile im Überblick
- genaue Ausrichtung der zu verbindenden Rohrteile
- Schweißen ohne zu Heften im I-Stoß
- exakte Innenformierung für anlauffarbenfreie Wurzel
- flexibel als mobiles Baustellenwerkzeug oder in der Rohrfertigung einzusetzen
- für alle metallischen sowie (in anderer Ausführung) elektropolierten Werkstoffe geeignet
- Standard-Nennweiten DN 25 -100
- für Rohre bis 12 Meter Länge
Innenspann-Vorrichtung mit hydraulischem Zylinder
Die Innenspann-Vorrichtungen werden zunehmend auch bei dickwandigen Rohren über fünf Millimeter eingesetzt. Diese Rohre können zwar mit dem pneumatischen Kolben fixiert, eventuell vorhandene Ovalitäten jedoch nicht mehr rundgedrückt werden. Das führt auf Baustellen, auf welchen die Rohrleitungen nicht mehr gedreht werden können, mitunter zu starkem Kantenversatz. Da bei größeren Wandstärken aber häufig mit einer Tulpennahtvorbereitung geschweißt wird, ist dieser Kantenversatz nicht zu tolerieren. Hier setzt eine Weiterentwicklung des Ekonor-Verfahrens an, bei der der pneumatische durch einen hydraulischen Zylinder ersetzt wird. Dadurch kann das Rohr mit einem Druck von 700 bar bis zu einer Wandstärke von 15 Millimeter rundgedrückt und das mechanisierte Schweißen auch bei der Tulpennahtvorbereitung eingesetzt werden. Das führt gerade auf Baustellen zu erheblichen Kostenvorteilen.
