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14.07.09Anlagen Word-DokumentAnlagen PDF-DokumentAnlagen Foto(s)

Tankstellen steigern Absatz gegen den Markttrend
Shop und Bistro mit wachsender Bedeutung
Erneut 20 Prozent Plus bei Westfalen Service Card

Münster. Die rund 250 Tankstellen der Westfalen AG haben im Geschäftsjahr 2008 ihren Marktanteil gesteigert. Während der Absatz von Kraftstoffen – ohne Autogas(LPG) – bundesweit um 0,3 Prozent zurückging, stieg er an den Westfalen-Stationen um 1,5 Prozent. Deutlich stärker, nämlich um fast zehn Prozent auf 998 Millionen Euro, wuchs der Umsatz. Begründet ist der starke Anstieg überwiegend in den extrem hohen Beschaffungskosten der ersten Jahreshälfte. In der Spitze kletterte dadurch der Preis für Superkraftstoff an den Westfalen-Tankstellen im Schnitt auf 1,51.9 Euro, der für Diesel auf 1,48.2 Euro. »Im Dezember betrugen die Durchschnittspreise an unseren Tankstellen dann nur noch 1,10.8 Euro je Liter für Super und 1,06.3 Euro für Diesel,« ruft Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG, noch einmal die Turbulenzen an den Preismasten in Erinnerung. Insbesondere durch den raschen Preisverfall zum Jahresende habe im Jahresdurchschnitt keine befriedigende Marge erzielt werden können.

Abermals hohe Zuwächse waren bei Autogas zu verzeichnen. Deutschlands Alternativkraftstoff Nr. 1 war zum Jahresende an 72 Westfalen-Stationen erhältlich. Der Absatz erhöhte sich um 67 Prozent. Zeitweilig betrug die Differenz von Superkraftstoff zu LPG fast 80 Cent pro Liter, und so sind inzwischen über 350 000 PKW mit dieser umweltfreundlichen Energie unterwegs. Auch Erdgas wird an einigen Westfalen-Tankstellen angeboten. Bei einem Absatzvolumen, das etwa ein Fünftel dessen von Autogas beträgt, lag hier der Zuwachs bei etwa 20 Prozent.

Rund um das eigentliche Kerngeschäft – die Kraftstoffe – konnten die Westfalen-Tankstellen durchweg verbesserte Ergebnisse erzielen, die jedoch die Ertragsminderungen bei Kraftstoffen nicht kompensieren konnten. Wichtigster Umsatzträger waren erneut Tabakwaren, wogegen Getränke den höchsten Zuwachs verzeichneten. Auch in den 140 Bistros gingen die Umsätze um mehr als zehn Prozent nach oben; bei Kaffee sogar um über 30 Prozent. Einen überproportionalen Beitrag leisteten dazu die inzwischen acht mit einer Lounge ausgestatteten Bistros. Eine Ausstattungsvariante, die das Unternehmen übrigens verstärkt verfolgen will.

Auch in einem weiteren Segment des Unternehmensbereichs Tankstellen konnte ein im wahrsten Sinne des Wortes blitzsauberes Ergebnis erzielt werden: Es wurden sowohl mehr Fahrzeuge gewaschen als auch die Erlöse spürbar erhöht.

Die Westfalen Service Card, die bereits 2007 rund 20 Prozent Zuwachs erzielt hatte, konnte auch 2008 ein Plus von 20 Prozent verbuchen. »Von der starken Bindung ihrer Nutzer an unsere Tankstellen und deren hoher Bereitschaft zu Folgekäufen im Shop profitieren vor allem unsere Tankstellenpartner«, führt Fritsch-Albert einen weiteren positiven Aspekt der deutschlandweit meistakzeptierten Tankkarte an.

Derartige Erfolge kommen nicht von allein. So hat die Westfalen AG 10,7 Millionen Euro in ihr Tankstellennetz investiert – angefangen von drei kompletten Tankstellen-Neubauten in Bissendorf, Ahaus (mit Burger King® Restaurant) und Wuppertal, über die Ausstattung von 14 Tankstellen mit Autogas und drei mit E85 BioPower sowie die Erweiterung und Modernisierung von sechs Bistros nach dem Lounge-Konzept, bis hin zum Einsatz von Nanotechnologie in den Waschanlagen.

Für 2009 sehen die Planungen nochmals zwei Neubauten, nämlich in Köln und Düren, vor. Den Kraftstoffabsatz erwartet die Westfalen AG auf stabilem Niveau. Lediglich bei Lkw-Diesel zeichnet sich ein leichter konjunkturbedingter Rückgang ab.

 
 
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