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Keine Experimente mit der Alternativenergie Nummer eins!

Eine Frau betankt Ihr Auto mit Autogas

Seit Jahren verspricht die Bundesregierung, den Steuervorteil für Gaskraftstoffe über 2018 hinaus zu verlängern. Nun ist der Gesetzesentwurf endlich da – und sorgt für ordentlich Zündstoff. „Autogas ist die Alternativenergie Nummer eins in Deutschland, aber der Entwurf diskriminiert Autogas gegenüber Erdgas“, kritisiert Wolfgang Fritsch-Albert, Vorstandsvorsitzender der Westfalen Gruppe. Der Gesetzesentwurf sieht vor, die Steuerbegünstigung für Autogas (LPG) für drei Jahre bis 2021 zu verlängern, abschmelzend ab 2019. Die Steuerbegünstigung für Erdgas dagegen soll auf sechs Jahre bis Ende 2024 ausgedehnt werden, abschmelzend ab 2022.

 

Damit gibt der Gesetzgeber seine bewährte Gleichbehandlung von Autogas und Erdgas auf. Die Begründung lautet, Autogas sei aus Klimaschutzgründen weniger förderwürdig als Erdgas. „Wir wissen, dass das Gegenteil der Fall ist“, so Fritsch-Albert. Die CO2-Einsparung bei Autogas gegenüber Benzin liege in etwa auf dem gleichen Niveau wie bei Erdgas. Mit einer Beimischung des ab 2017 zur Verfügung stehenden Bio-LPGs – Autogas aus nachwachsenden Rohstoffen – ließe sich der CO2-Ausstoß sogar noch weiter reduzieren. Autogas sei außerdem der einzige Gaskraftstoff, der auch von modernen Benzinmotoren mit Direkteinspritzer-Technologie genutzt werden kann. Auch das Argument, Autogas verfüge bereits über einen höheren Marktanteil und eine entwickeltere Tankstelleninfrastruktur als Erdgas und verdiene deshalb keine volle Förderung, überzeugt Fritsch-Albert nicht. Ohne eine gerechte steuerliche Förderung ließe sich der Bestand von heute rund 500.000 Autogas-Fahrzeugen und fast 7.000 Autogas-Tankstellen in Deutschland nicht weiter ausbauen. „Und umgekehrt würde auch eine künstliche Beatmung dem jetzt schon schwächelnden Erdgas-Tankstellennetz nicht wieder auf die Beine helfen“, so der Vorstandsvorsitzende.

 

Bis zum 19. Mai können die betroffenen Verbände ihre Stellungnahme beim Bundesfinanzministerium einreichen. „Wir werden laut und deutlich unsere Stimme gegen die Ungleichbehandlung von Autogas erheben“, kündigt Fritsch-Albert an. Schließlich verbindet die Westfalen Gruppe mit Autogas eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte. Über 100 Westfalen und Markant Stationen sowie 700 von Westfalen belieferte Tankstellen anderer Marken bieten Autogas an. Auch Forschung und Entwicklung hat das mittelständische Unternehmen als deutscher Autogas-Marktführer vorangetrieben – etwa durch gemeinsame Autogas-Projekte mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

 

Westfalen Gruppe

Die Westfalen Gruppe ist als Technologieunternehmen der Energiewirtschaft mit insgesamt 23 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien tätig. Das im Jahre 1923 gegründete Familienunternehmen mit über 20 Produktionsstandorten in Europa hat seinen Hauptsitz in Münster. Die Geschäftsfelder sind Gase, Energieversorgung und Tankstellen. Die Westfalen Gruppe erwirtschaftete mit aktuell über 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro.