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Westfalen Gruppe liefert Ekonor-Rohrschweissanlagen an Schmidt + Clemens

Zwei Ekonor-Rohrschweissanlagen der Westfalen Gruppe aus Münster nahm der Lindlarer Edelstahlspezialist Schmidt + Clemens für das Schweissen von Edelstahlrohren kürzlich in Betrieb. Ursprünglich für das Orbitalschweissen entwickelt, hat sich das Ekonor-Verfahren mittlerweile auch bei Sonderanlagen im Rohrleitungsbau etabliert.  

Die Westfalen Gruppe stellte die Anlagen speziell nach den Anforderungen von Schmidt + Clemens her: Die WIG/Plasma-Rundnaht-Schweissautomaten verfügen über mehrere Servo-Achsen. Damit können lineare Fahrwege von zehn Metern sowie Brennerstellungen von 12.00 bis 15.30 Uhr realisiert werden. Darüber hinaus ist eine patentierte Kühlung der Westfalen Gruppe integriert, die das Werkstück mit dem Formiergas Argon kühlt. Diese Naht-Kühlung verbessert die mechanischen Gütewerte deutlich und reduziert gleichzeitig die Schweissdauer durch verminderte Wartezeiten. "Durch die Anpassung unserer Ekonor-Anlagen an die differenzierten Schweissaufgaben von Schmidt + Clemens können verschiedene Werkstoffanforderungen wirtschaftlich umgesetzt werden", erläutert Ulf Jenter, Leiter Schweissen und Schneiden der Westfalen Gruppe. "Die moderne Steuerung besitzt alle Anpassungsmöglichkeiten; nicht zuletzt eine elektronische Lichtbogenabstandsregelung (AVC) sowie Pendelung (OSC). Durch die Kaltdraht-Zuführung und einen programmierbaren Lagenaufbau können alle Wanddickenbereiche abgedeckt werden."  

Schmidt + Clemens ist Hersteller sowie Verarbeiter hochlegierter Edelstähle und mit seinen Produkten Weltmarktführer für die petrochemische Industrie. Das Unternehmen nutzt die Ekonor-Rohrschweissanlagen für das Schweissen von Schleudergussrohren, die ständig extrem hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Einsatzfelder sind unter anderem Steamcracker und Steamreformer.  

Bei den genannten Schweissautomaten handelt es sich um die zweite und dritte Anlage, die die Westfalen Gruppe an den Edelstahlspezialisten liefert. Und die Planungen gehen bereits zu einer weiteren Anlage, die im Laufe des Jahres folgen soll.  

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit über zehn Jahren zusammen. Ein regelmässiger Erfahrungsaustausch führt immer wieder zu neuen, anwenderbezogenen Lösungen. "Schmidt + Clemens interessierte sich sehr für unser Kühlsystem. Wir führten ersten Versuche durch, die sofort zeigten, dass hier ein enormes Einsparpotential gegeben ist", ergänzt Jenter.

 

Schmidt + Clemens

Die Schmidt + Clemens Gruppe ist ein führender Produzent von Edelstahl-Komponenten und Anbieter von Dienstleistungen für Anlagenbetreiber und Maschinenbauer. Hauptabsatzgebiete der Unternehmensgruppe sind die Petrochemie, Energietechnik, Industrieofenbau und die Pumpenindustrie. Werkzeuge und Anlagen für Rohr- und Drahthersteller runden das Programm ab. Weltweit beschäftigt die Schmidt + Clemens Gruppe über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in Deutschland etwa 600) und produziert neben dem Stammsitz in Deutschland auch in Spanien, Grossbritannien, der Tschechischen Republik, Malaysia und Saudi-Arabien.

Westfalen Gruppe

Die Westfalen Gruppe ist als Technologieunternehmen der Energiewirtschaft mit insgesamt 23 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Deutschland, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien tätig. Das im Jahre 1923 gegründete Familienunternehmen mit über 20 Produktionsstandorten in Europa hat seinen Hauptsitz in Münster. Die Geschäftsfelder sind Gase, Energieversorgung und Tankstellen. Die Westfalen Gruppe erwirtschaftete mit aktuell über 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro.